Skoda Yeti Vorstellung

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der yeti kann auch was im gelände. foto: autodino/skoda

SUV bekommt frisches Blut

Die Zeit spritfressender SUV ist wohl vorbei, vor allem die Kompaktmodelle glänzen trotz Allradantrieb mit moderaten Verbrauchswerten. Kompakte SUV tollen sich bereits seit längerer Zeit auf unseren Straßen, doch mit dem Yeti beginnt die Zeitrechnung neu. Er ist wendig in der Stadt, gut motorisiert für längere Strecken, macht auch abseits befestigter Wege nicht so schnell schlapp und glänzt mit geldbeutelfreundlichen Preisen. Das Basismodell mit Frontantrieb wird bereits für 17.990 Euro angeboten…

Obwohl der Tscheche nicht zu den Premium-SUV gehört, lässt er eine gehörige Portion Lifestyle nicht vermissen. Er sieht schon im Stand nach Abenteuer aus, wer ihn dorthin entführt wird nicht enttäuscht. Kein Wunder, denn hinter dem Namen versteckt sich kein Geringerer als der sagenumwobene Schneemensch aus dem Himalaya. 18 Zentimeter Bodenfreiheit, kurze Überhänge und permanenter Allradantrieb mit variabler Kraftverteilung sowie Mehrlamellen-Haldex-Viscokupplung machen ihn fit nicht nur für Feldwege, feuchte Wiesen und Bachdurchfahrten. Die optionale “Hill Decent Control“ hilft zudem beim langsamen, sicheren Herunterfahren steiler Hänge.

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Gut vorbereitet
Im Wagen wurde viel hochkarätige Technik aus dem aktuellen VW Golf verbaut, wertig zeigt sich ebenfalls die Verarbeitung. Lenkung und Fahrwerk stimmten die Ingenieure grundsolide ab, trotz erhöhtem Schwerpunkt macht der Yeti selbst in schnellen Kurven viel Spaß. Die deutlich zu sehende Karosserieneigung bei extremen Ausweichmanövern lässt ihn ebenfalls cool, denn die straffe Dämpfung schiebt schnell einen Riegel vor. Ansonsten fährt sich der Yeti wie eine ganz normale Limousine. Mit einem Unterschied – durch die höhere Sitzposition und die übersichtliche Karosserie sieht man einfach mehr. Auf unseren vollen Straßen ein wichtiges Sicherheitsplus.

Wie schon im Schwestermodell Roomster können die drei separaten Fondsitze einzeln umgeklappt oder ganz herausgenommen werden. Die äußeren Sitze sind längs- oder querverschiebbar. Kein Wunder, dass sich der Laderaum entsprechend variabel zeigt. Maximal 1.760 Liter passen rein. Das reicht sogar für den kleinen Umzug.

Kräftig und sparsam
Beim Thema Motor macht der Wagen ebenfalls keine Kompromisse, setzt auf modernste Technik von Audi und VW. Je nach Geschmack und Einsatzzweck stehen zwei Benziner (105 und 160 PS) sowie drei Zweiliter-Diesel (110, 140 und 170 PS) bereit. Unser Testfahrzeug, der stärkste Benziner im Programm, rollte mit seinem drehmomentstarken Turbo-Motor tadellos durch unsere Übungen. Er lief selbst in oberen Drehzahlbereichen kultiviert und begnügte sich bei schaltfaulem Fahren mit unter acht Litern. Optional stehen interessante Oberklassedetails zur Individualisierung bereit. Das reicht vom raffinierten Doppelkupplungsgetriebe “DSG“ bis Parklenkassistent, Leder-/Alcantara-Ausstattung und Seitenairbags im Fond.

Fazit: In der Klasse kompakter SUV hat Skodas neuer Yeti das Zeug, ganz vorn mitzumischen. Er fährt sich so handlich wie eine Limousine, verwandelt sich bei Bedarf jedoch in einen echten Geländewagen.

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Kurztext / Weitere Fakten
Technische Daten

Modell: Skoda Yeti
Variante: 1.8 TSI 4×4 Ambition
Getriebe: Sechsgang
Antrieb: Allradantrieb
Motor: Vierzylinder (Euro 5)
Hubraum: 1.798 ccm
Leistung: 118 kW/160 PS
Drehmoment: 250 Nm (1.500 U/min)
CO2-Emission: 189 g/km
0-100 km/h: 8,5 Sekunden
Höchsttempo: 200 km/h
Testverbrauch: 8,8 Liter Super
Tankinhalt: 60 Liter
Kofferraum: 405 bis 1.760 Liter
Preis: ab 26.290 Euro
Internet-Infos: www.skoda.de
Serienausstattung (Auswahl): ABS, ASR, ESP, 7 Airbags (inkl. Knieairbag), Bremsassistent, Isofix, Abbiegelicht, Klimaanlage, höhen-/längeneinstellbares Lenkrad, Sitzsystem VARIOFLEX, Außentemperaturanzeige, CD-Radio, 12-V-Steckdosen (auch Gepäckraum), elektrische Fensterheber (vorn) & Seitenspiegel (beheizt), Alufelgen, Dachreling, Fond-Parksensoren, Fahrlichtassistent, Multifunktionsanzeige, Lederlenkrad, Colorglas, Funk-Zentralverriegelung

Unser Testurteil
Das gefiel besonders:
+ enormes Platzangebot
+ attraktives Karosseriestyling
+ hohe Verarbeitungsqualität
+ Motorisierungs-Angebot
+ erstaunlich geländetauglich
+ üppige Serienausstattung
+ Versicherungseinstufung
+ Kleiderhaken an den B-Säulen
Verbesserungsbedürftig:
– Komfort mittlerer Fondsitz
– kleinerer Diesel fehlt noch
– Klimaanlage im Basisausstattung
– Start-Stopp-System fehlt

Achim Stahn/djd

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