Toyota Land Cruiser Special 4

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toyota land cruiser foto:4×4news.de/toyota

Toyota Land Cruiser Special III
Fahrwerk

Toyota setzt beim Land Cruiser auf eine Leiterrahmen-Konstruktion mit aufgesetzter, nicht selbsttragender Karosserie. Der Land Cruiser „Executive“ verfügt über ein semiaktives Fahrwerk mit regelbarer Dämpfungscharakteristik sowie einer Hinterachs-Luftfederung mit variabler Niveauregulierung….


Radaufhängung
An der Vorderachse kommt eine Einzelrad-Aufhängung mit Doppelquerlenkern, Gasdruckstoßdämpfern, Schraubenfedern und Querstabilisator zum Einsatz, die starre Hinterachse verfügt über eine Mehrlenker-Aufhängung, die mit Gasdruckstoßdämpfern, Schraubenfedern und Panhardstab kombiniert ist. Lange Federwege und große Achsverschränkungen gewährleisten auch in mittelschwerem Gelände einen sicheren Bodenkontakt.

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toyota land cruiser foto:4×4news.de/toyota

Mit einer Bodenfreiheit von 222 Millimetern durchwatet der Land Cruiser Wassertiefen von 700 Millimetern und überwindet Hänge und Mulden mit einem Böschungswinkel von bis zu 31 Grad vorn und 29 Grad hinten (Fünftürer: 26 Grad). Der Rampenwinkel beträgt 24 Grad (Dreitürer) beziehungsweise 20 Grad (Fünftürer). Auch der Kippwinkel von 42 Grad erlaubt einige Schräglagen im Gelände.

Hydraulische Servolenkung mit variabler Übersetzung
Einen Beitrag zu Handlichkeit und Komfort leistet die exakte Zahnstangenlenkung des Land Cruiser. Dank der drehzahlabhängigen hydraulischen Servo-Unterstützung muss der Fahrer nur geringe Betätigungskräfte aufbringen. Aus Gewichtsgründen ist die Zahnstange hohl gebohrt und die Hauptwelle der Lenksäule besteht aus Leichtmetall.

Die Zahnstange weist eine Besonderheit auf: Weil der Zahnabstand im Bereich der Mittellage geringer ist als an den Enden, arbeitet das Lenkgetriebe mit einer variablen Übersetzung. Je nach Radeinschlag beträgt das Übersetzungsverhältnis daher zwischen 15,5:1 und 19,0:1. In Richtung der Endanschläge ist die Übersetzung größer, so dass in engen Kehren oder bei Wendemanövern weniger Lenkarbeit erforderlich ist. Um die Mittellage hingegen sorgt die geringere Übersetzung für eine präzisere Umsetzung der Lenkbefehle.

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Toyota Land Cruiser Wendekreis von 11,20 (Dreitürer) beziehungsweise 12,20 Metern (Fünftürer).

Räder und Bereifung
Der Toyota Land Cruiser „C“ rollt auf Stahlrädern im Format 6J x 17 mit Reifen der Größe 225/70 R17. Die Ausstattungsvarianten „Land Cruiser“, Land Cruiser „Sol“ und Land Cruiser „Executive“ werden serienmäßig mit Leichtmetallrädern der Dimension 7,5JJ x 17 und Reifen im Format 265/65 R17 ausgeliefert.


toyota land cruiser foto:4×4news.de/toyota

Semiaktives Fahrwerk für den Land Cruiser „Executive“
Der Land Cruiser „Executive“ verfügt serienmäßig über ein semiaktives Fahrwerk mit elektronisch regelbarer Dämpfungscharakteristik. TEMS (Toyota Electronically Modulated Suspension) passt die Dämpfung dem Fahrstil, der Karosseriebewegung sowie der Straßenbeschaffenheit automatisch an und gewährleistet unter allen Bedingungen höchsten Komfort bei maximaler Fahrstabilität. An der Hinterachse kommt eine Luftfederung mit variabler Niveauregulierung zum Einsatz.

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TEMS: Aufbau und Funktion
Elektronisch gesteuerte Magnetschalter betätigen einen Drehkolben im Stoßdämpfer, der die Durchflussbohrungen und damit den Strömungswiderstand für das Dämpferöl variiert. Auf diese Weise ist TEMS in der Lage, die Dämpferkraft für jedes einzelne Rad individuell zu regeln. Zu diesem Zweck verarbeitet die Systemsteuerung zahlreiche Sensor-Informationen wie Lenkbewegung, Bremseingriff, Motordrehzahl und Fahrgeschwindigkeit. Hinzu kommen vier Sensoren, welche die Vertikalbeschleunigung des Land Cruiser ermitteln. Schließlich ist TEMS auch mit dem elektronischen Stabilitätsprogramm VSC und der aktiven Antriebs­schlupfregelung A-TRC vernetzt.


toyota land cruiser foto:4×4news.de/toyota

Anhand dieser Daten wird die Dämpfung blitzschnell und bedarfsgerecht an den ermittelten Fahrzustand angepasst. Im Ergebnis verringert TEMS die Seitenneigung bei Kurvenfahrt, wirkt der dynamischen Achslastverschiebung beim Bremsen und Beschleunigen entgegen und sorgt damit für eine wirksame Wank-, Nick- und Hubstabilisierung. Bei niedrigen Geschwindigkeiten regelt TEMS geringere Dämpferkräfte ein und realisiert damit eine komfortorientierte Abstimmung, während bei hohem Tempo eine straffere Dämpfung für maximale Fahrstabilität und präzise Lenkreaktionen sorgt. Zeitgleich werden etwaige Resonanzschwingungen der ungefederten Massen wirksam gedämpft.

Die Steuerung erlaubt dem Fahrer auch manuelle Eingriffe, denn TEMS bietet dem Fahrer die Möglichkeit, die Grundabstimmung der Dämpfung an seine individuellen Bedürfnisse anzupassen. Vier Voreinstellungen von „Sport“ bis „Comfort“ erlauben die Wahl zwischen maximaler Fahrdynamik oder höchstem Fahrkomfort.

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toyota land cruiser foto:4×4news.de/toyota

Luftfederung mit variabler Niveauregulierung
Anstelle der Schraubenfedern kommen an der Hinterachse des Land Cruiser „Executive“ elektronisch gesteuerte Luftfedern mit variabler Niveauregulierung zum Einsatz. Unabhängig von der Zahl der Passagiere und der Beladung des Fahrzeugs sorgt der automatische Niveauausgleich dafür, dass die Fahrzeughöhe stets auf Normalniveau bleibt. Daher steht selbst bei maximaler Zuladung der gesamte Federweg und damit der gewohnt hohe Federungskomfort zur Verfügung. Auf der Straße optimiert das System sowohl Handlingeigenschaften als auch Fahrstabilität und verbessert daneben auch die Geländefähigkeit des Land Cruiser.

Systemkomponenten
Die Bestandteile des Luftfederungs-System sind ein elektrisch betriebener Kompressor mit Lufttrockner, ein Luftspeicher, zwei Sensoren zur Messung der Bodenfreiheit, zwei Geschwindigkeitssensoren, zahlreiche Magnetventile sowie die auf den Gasdruckstoßdämpfern montierten Rollbalg-Luftfedern selbst. Wie die Stoßdämpfung ist auch die Luftfederung in den elektronischen Steuer- und Regelkreis von TEMS eingebunden.

Regelstrategien
Neben dem automatischen Niveau-Ausgleich ist TEMS in der Lage, zwischen Standardbetrieb und Offroad-Einsatz zu unterscheiden. Auf der Straße regelt die Elektronik den Druck in den Luftfedern jeweils separat, um die Wankstabilität bei Kurvenfahrt zu erhöhen. Im Gelände werden die Luftfedern über ein Ausgleichsventil gemeinsam versorgt, um Bodenunebenheiten optimal auszugleichen.

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Manuell wählbare Funktionen
Über einen Schalter im Cockpit hat der Fahrer die Möglichkeit, das Fahrzeugniveau manuell an die jeweiligen Einsatzbedingungen anzupassen. Dafür stehen die Positionen HI, N und LO zur Verfügung. In der HI-Position wird das Fahrzeugniveau um 30 Millimeter angehoben, so dass der Offroader längere Federwege und mehr Bodenfreiheit bereitstellt. Sobald die Geschwindigkeit 12 km/h übersteigt, sinkt der Land Cruiser automatisch auf Normalniveau (N). In LO-Stellung senkt sich der Land Cruiser um 30 Millimeter ab. Diese Position erleichtert das Be- und Entladen sowie den Ein- und Ausstieg der Passagiere. Oberhalb von 50 km/h kehrt das Fahrzeug automatisch in die Normal-Position zurück.

Teil 5 des Land Cruiser Specials – Innenraum und Austattung demnächst… (we)

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