Toyota Land Cruiser V6

Geniales Gerät: Toyota Land Cruiser V6

Der Toyota Land Cruiser, gerade 70 Jahre alt geworden, gilt als einer der besten Geländewagen der Welt. 10,4 Millionen Einheiten sind seit 1951 gebaut worden, jetzt haben die Japaner einen völlig neuentwickelten Nachfolger des bisherigen Topmodells der Serie 200 vorgestellt.

Die neue Serie 300 wird allerdings nicht mehr in Europa angeboten werden. Und das, obwohl die neue Generation erstmals mit einem Kastenrahmen kombiniert wird. Die hierzulande aktuell als Land Cruiser vermarkteten Geländewagen hören international auf den Namen Land Cruiser Prado, sind etwas kleiner und gehören zur Serie 150.

Toyota Land Cruiser V6
Toyota Land Cruiser V6

Bei der Entwicklung des Land Cruiser 300 orientierte sich die Mannschaft laut Chefentwickler Takami Yokoo am 1989 vorgestellten Land Cruiser 80 von 1990, dem die besten Geländeeigenschaften aller Generationen nachgesagt werden.

Umfangreiche Leichtbau-Maßnahmen drücken das Gesamtgewicht gegenüber dem Vorgänger um 200 Kilogramm, trotzdem ist der Land Cruiser um 20 Prozent steifer geworden.

Und weil die Motor-Getriebe-Einheit nach hinten und unten versetzt wurde (ohne dabei die Bodenfreiheit zu verringern), wurden die Fahreigenschaften deutlich verbessert.

Toyota Land Cruiser V6 Innenraum
Toyota Land Cruiser V6

Die bislang eingebauten V8-Motoren weichen zwei neuen V6-Aggregaten mit Biturbo-Aufladung im Toyota Land Cruiser V6.

Dabei handelt es sich um einen 3,5-Liter-Benziner mit 415 PS (305 kW) und 650 Newtonmetern Drehmoment sowie einen 3,3-Liter-Diesel mit 309 PS (227 kW) und 700 Nm.

Beide Maschinen leiten ihre Kraft über einen Zehn-Stufen-Wandlerautomaten auf alle vier Räder. Für einige Märkte wird es auch einen V6-Saugmotor mit Sechs-Gang-Automatik geben.

Der Innenraum im Toyota Land Cruiser V6 ist mit drei Sitzreihen bestückt und sehr gut ausgestattet, verzichtet aber auf elektronische Gimmicks. Schließlich soll der Land Cruiser auf der ganzen Welt viele Jahre lang klaglos seinen Dienst tun.

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Außer in Europa. Denn den hiesigen Regulierern verbraucht er zu viel Sprit. Und auf einen Batteriesatz, der nach nur einem Jahrzehnt den Geist aufgeben könnte, haben die Entwickler bei diesem Langzeitauto wohlweislich verzichtet. Schade, aber verständlich! (we/ampnet/jm)(Fotos: Auto-Medienportal.Net/Toyota)