Zoom-Zoom auf der Rennstrecke

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Mazda CX-7. Foto:autodino/mazda

Zoom-Zoom auf der Rennstrecke

Spaß am Autofahren ist im Alltagsverkehr bei verstopften Innenstädten, Stop-and-go-Verkehr oder kilometerlangen Staus auf der Autobahn nur noch selten erlebbar. Zügiges Fortkommen kaum mehr möglich. Und dennoch zeigt die Verkaufskurve der sportiven Angebote der Auto-Hersteller nach oben. Die Hoffnung, die Pferdestärken doch einmal frei zur Entfaltung kommen zu lassen, ist offensichtlich größer als die Anerkennung der Realitäten. Doch das ist eben die „Faszination Auto“, die emotionale Kaufsituation, in der sich der Bauch über den Verstand hinwegsetzt. Und selbst wer sich letzten Endes doch für einen Mazda 3 entscheidet, guckt häufig dem Mazda 3 MPS, der sportiven Variante aus der Mazda-Performance-Serie, mit etwas traurigen Augen hinterher.

Eine Erkenntnis, die die Mazda-Marketingstrategen konsequent für weiteren Imagegewinn nutzen. Nach einem Aufgalopp in 2006 boten sie in diesem Jahr an insgesamt elf Tagen rund 1200 interessierten Kunden und potenziellen Käufern in Kooperation mit ihren Händlern an, die Kultautos MX-5 und RX-8 sowie den Mazda 3 MPS, den Mazda 6 MPS und auch den Neuling CX-7 nicht nur intensiv kennen, sondern im wahrsten Sinne des Wortes im Grenzbereich „erfahren“ zu lernen. Und das für Otto Normalverbraucher in seltener Atmosphäre. Die Austragungsorte waren nämlich keine zweckmäßigen Fahrsicherheits-Zentren, sondern mit Hockenheim-Ring, Motorarena Oschersleben und Salzburgring, wo gegenwärtig der letzte Durchgang stattfindet, drei Rennstrecken.

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Unter professioneller Anleitung werden dabei nicht nur in Theorie Tipps und Tricks vermittelt, die das Fahren im Grenzbereich sicher und beherrschbar machen, sondern auch die Praxis kommt nicht zu kurz: Kontrolliertes Driften auf bewässerter Fahrbahn, Absolvieren eines Slalom-Kurses und geführtes Schnellfahren auf der Rennstrecke, um die Ideallinie zu erkennen, machen dabei nicht nur Spaß, sondern helfen, später im Alltag kritische Situationen zu meistern. Wer danach meint, jetzt mit Michael Schumacher oder Nick Heidfeld mithalten zu können, wird gleich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Bei der Mitfahrt beim Profi-Piloten Johannes Stuck, Sohn vom berühmten „Strietzel“ Stuck, wird schnell der große Unterschied zwischen Autofahren und Rennfahren deutlich.

Auch wenn Mazda diese Halbtagsveranstaltungen mit jeweils rund 100 Teilnehmern natürlich vorwiegend deswegen organisiert, um Kundenbindung aufzubauen und damit auch – statt eine immens teure Beteiligung im Motorsport – die Sportivität seiner Modelle zu promoten: Nicht nur der Spaßfaktor, sondern auch der Lerneffekt bei den Beteiligten ist enorm. Und damit ein guten Beispiel, dass Verkaufsförderungsprogramme und positive Aktionen zum souveräneren Verhalten im Straßenverkehr sich einander nicht ausschließen müssen. (ar/hhg) Von Hans H. Grassmann (autoreporter)

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