
Test Mazda CX-5 2026
Im Test Mazda CX-5 2026 zeigt sich schnell, warum dieses SUV für Mazda mehr ist als ein weiteres Volumenmodell. Seit dem Start 2012 hat sich der CX-5 weltweit millionenfach verkauft und die Design- und Technikrichtung der Marke geprägt. Die neue Generation soll diese Rolle fortsetzen – größer, digitaler, komfortorientierter. Doch ausgerechnet der Antrieb sorgt für Stirnrunzeln.
Mazda setzt zum Marktstart ausschließlich auf einen 2,5-Liter-Saugbenziner mit Mildhybrid. 141 PS Gesamtleistung wirken im gewachsenen Fahrzeug allerdings eher wie ein Kompromiss. Keine Turboaufladung, kein Plug-in, kein Diesel – ein Ansatz, der im Wettbewerbsumfeld fast trotzig wirkt. Die Idee langlebiger, einfacher Technik bleibt zwar sympathisch, stößt hier aber an klare Grenzen.
Mit 4,69 m Länge und 2,82 m Radstand rückt der CX-5 nah an den CX-60. Platz und Gewicht steigen, der Durchzug jedoch nicht. Der Mildhybrid liefert nur einen sanften Schub, der im Alltag kaum auffällt. Beim Beschleunigen zeigt sich das besonders deutlich: 10,9 Sekunden auf Tempo 100 sind alltagstauglich, aber wenig inspirierend. Der Motor muss hoch drehen und klingt dabei angestrengt, ohne wirklich voranzugehen.
Die Sechsstufen-Automatik arbeitet weich und zuverlässig, bleibt aber klar auf Gelassenheit ausgelegt. Selbst im Sportmodus ändert sich das Ansprechverhalten nur gering. Erst mit Schaltwippen in der Homura-Ausstattung lässt sich etwas mehr Direktheit herausholen – dynamisch wird das SUV dennoch nicht.
Der Motor selbst ist kein schlechter. Er läuft ruhig, vibrationsarm und zeigte im Testverbrauch rund 7,7 Liter. Die Zylinderabschaltung funktioniert unauffällig und unterstützt den effizienten Charakter. Wer gleichmäßig fährt, erlebt ein entspanntes, leises SUV. Sobald mehr Leistung gefragt ist, endet diese Harmonie jedoch abrupt.
Das Fahrwerk gehört zu den Stärken des Test Mazda CX-5 2026. Ohne adaptive Dämpfer gelingt eine bemerkenswerte Balance aus Komfort und Stabilität. Kurze Stöße werden sauber gefiltert, lange Wellen souverän abgefangen. Die Lenkung arbeitet präzise, könnte aber etwas direkter sein. Insgesamt entsteht ein sehr ruhiges, vertrauenerweckendes Fahrgefühl.
Im Cockpit dominiert nun ein großes Touchdisplay mit 12,9 oder 15,6 Zoll. Die widgetbasierte Oberfläche wirkt modern, doch kleine Icons und geringe Auflösung erschweren die Bedienung während der Fahrt. Der frühere Drehregler war weniger ablenkend. Positiv: Die Assistenzsysteme arbeiten zuverlässig und unaufdringlich, die separate Stummtaste für Warnhinweise ist ein echter Pluspunkt.
Die größeren Abmessungen zahlen sich beim Raumangebot aus. Mehr Kniefreiheit, mehr Kopffreiheit und weit öffnende Türen erleichtern den Alltag. Der Kofferraum wächst auf bis zu 2019 Liter und macht den CX-5 zu einem praktischen Begleiter.
Trotz der umfangreicheren Technik startet der CX-5 günstiger als zuvor. Bereits die Basisversion bietet LED-Licht, Automatik, Klimaautomatik und das neue Infotainment. Höhere Linien ergänzen Komfortdetails wie Head-up-Display, 360-Grad-Kamera, Bose-Sound oder belüftete Sitze. Der Allradantrieb kostet 2000 Euro Aufpreis, außer in der Basis.
Der Test Mazda CX-5 2026 zeigt ein SUV, das mit Komfort, Raum und Bedienlogik punktet. Das Fahrwerk überzeugt, die Ausstattung ist fair kalkuliert. Doch der Antrieb bleibt der große Schwachpunkt. Der kultivierte Sauger passt zwar zum entspannten Charakter, wirkt aber im Gesamtpaket zu zurückhaltend. Wer Dynamik oder spürbare Hybridunterstützung erwartet, muss auf stärkere Varianten hoffen. (Fotos: Mazda/aum)
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Länge x Breite x Höhe | 4,69 x 1,86 x 1,70 m |
| Radstand | 2,82 m |
| Antrieb | R4-Benziner, Mildhybrid, 2488 ccm, AWD, 6-Gang-Automatik |
| Leistung | 141 PS / 104 kW bei 4500–5000/min |
| Drehmoment | 238 Nm bei 3500–3750/min |
| Höchstgeschwindigkeit | 185 km/h |
| 0–100 km/h | 10,9 s |
| WLTP-Verbrauch | 7,4–7,5 l/100 km |
| CO?-Emissionen | 168–169 g/km |
| Leergewicht / Zuladung | 1671 kg / 601 kg |
| Kofferraum | 583–2019 l |
| Max. Anhängelast | 2000 kg |
| Basispreis | 34.990 Euro |
| Testwagenpreis | 44.090 Euro |
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