Allrad Autos: Toyota Yaris

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Nicht zuletzt, weil Allrad Autos immer beliebter werden, macht Toyota Ernst. Auf dem Tokyo Auto Salon (10. – 12.01.2020) werden die Japaner nun tatsächlich ihr Rallye-Homologationsmodell GR Yaris vorstellen.

Der Kleinwagen ist mit einem permanenten, variablen Allradantrieb und einem Dreizylinder-Turbomotor mit 1,6 Litern Hubraum ausgerüstet. 261 PS und ein maximales Drehmoment von 360 Newtonmetern stehen auf dem Datenblatt.

Nun steht er wirklich in den Startlöchern: Der GR Yaris. Angefangen mit einem Projekt von Gazoo Racing, die den frontangetriebenen Vorgänger mit einem 213 PS starken Kompressormotor aus dem Lotus Exige ausstatteten, folgt nun die komplette Neuentwicklung eines Rallye-Kleinwagens.

Der Rallye-Kleinwagen wurde vollumfassend von der Motorsportabteilung Toyota Gazoo Racing (TGR) entwickelt. Hergestellt wird er auf einer speziellen Linie im Werk Motomachi.

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Plattform und Motor sind komplett neu, ebenso wie die Radaufhängung, das aerodynamische Styling und der permanente Allradantrieb GR-Four.

Konzipiert ist der Kraftzwerg als Fahrzeug für sportliches Fahren auf der Straße, aber auch für die Benutzung auf Rennstrecken.

Toyota hat den GR Yaris nach eigenen Angaben auf der Erfahrungsbasis aus dem Rallye-Sport entwickelt, für den er als Homologationsmodell herhalten wird. Damit ist er der direkte Nachfolger des Celica GT-Four, der 1991 mit Rallye-Legende Carlos Sainz über die Pisten flog und 1999 seine letzte Auflage erlebte.

Um den Antrieb über alle vier Räder erst zu ermöglichen, hat Toyota zwei Plattformen verbunden. Der vordere Teil basiert auf der GA-B-Plattform aus der Kleinwagenklasse, der hintere Teil auf der GA-C-Plattform der Kompakten.

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Vorne kommen Mc-Pherson-Federbeine zum Einsatz, an der Hinterachse übernimmt eine Doppelquerlenker-Achse die Arbeit. Die Spur wurde außerdem verbreitert. Eingebremst wird der kleine Rallyesportler an der Vorderachse mit Vier-Kolben-Festsätteln mit geschlitzten Scheiben in der Dimension 365 Millimeter.

Die Dachlinie ist – im Vergleich zur neuen Generation Yaris – um 91 Millimeter abgesenkt, die Türen sind rahmenlos.

Der neue 1,6-Liter-Turbomotor ist weiter in Richtung der Fahrzeugmitte versetzt und die Batterie im Kofferraum untergebracht, um eine bessere Gewichtsverteilung und einen niedrigeren Schwerpunkt zu erzielen. Leichte Kohlefaser-Polymere und Aluminium halten die verstärkte Karosserie zusammen.

Der Dreizylinder-Turbomotor mit über 250 PS ist im Kleinwagensegment weltweit ein Novum. Per Kolbenbodenkühlung, Multi-Öldüse, größeren Auslassventilen und einem bearbeiteten Einlasskanal soll der Zwölfventiler erstaunliche 360 Newtonmeter an die Räder leiten.

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Das Sechs-Gang-Schaltgetriebe setzt die Kraft bis zur elektronisch begrenzten Höchstgeschwindigkeit um. Der nur 1280 Kilogramm schwere Allrad-Sportler beschleunigt in 5,5 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h.

Für die Traktion zuständig ist ein neu entwickeltes Allradsystem, das GR-Four. Es handelt sich dabei um ein flexibles Allradsystem, das nicht bedarfsgerecht verteilt.

So ist vom reinen Front- bis zum reinen Heckantrieb theoretisch jede Verteilung möglich. Ergänzt werden kann das System durch zwei Torsen-Differentiale, die die Kraft noch einmal zwischen den Rädern einer Achse verteilen.

Damit gibt Toyota seinen Kunden das nötige Zeug für den Rallyesport an die Hand. Serienmäßig wird die Verteilung des Allradsystems je nach Fahrprogramm 60:40, 30:70 oder 50:50 betragen.

Die Drehmomentverteilung reagiert dabei automatisch auf die aktuell herrschenden Bedingungen.

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Optional bietet Toyota ein sogenanntes Circuit-Pack für Rundkurse und den Rallyesport an, das ein schärfer abgestimmtes Fahrwerk, geschmiedete 18-Zoll-Leichtmetallräder und zwei Torsen-Differentiale für Vorder- und Hinterachse beinhaltet.

Ab der zweiten Jahreshälfte soll der GR Yaris zu den Kunden gehen. Für die ausgehungerten Rallyefans wird das sicher ein Festmahl. (we/ampnet/deg)(Fotos: Toyota)

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