G-Lände-Giganten mit Stern: Unimog und G-Klasse

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Fahrzeuge, die in extremem Gelände zur Höchstform auflaufen, sich seit Jahrzehnten technologisch konsequent weiterentwickeln und weltweit eine eingeschworene Fangemeinde hinter sich haben: Mercedes-Benz hat gleich zwei davon.

Was die G-Klasse im Pkw-Bereich, ist bei den Nutzfahrzeugen der Unimog. Und während die G-Klasse in diesem Jahr 40 Jahre Jubiläum feiert, kann der Unimog auf mehr als 70 Jahre Tradition zurückblicken. Genug Gründe, um beide zu einem Gipfeltreffen zusammen zu bringen.

Es gibt Fahrzeuge, die Lust auf Abenteuer machen und den kindlichen Spieltrieb in jedem Erwachsenen wecken: Die Mercedes-Benz G-Klasse und der Mercedes-Benz Unimog gehören dazu. Als einzigartige Charaktere fahren beide seit vielen Jahrzehnten auf ihrem ganz eigenen Weg. Und dieser fängt oft dort an, wo für andere bereits Schluss ist – dank ihrer Geländegängigkeit.

Die Mercedes-Benz G-Klasse war von Anfang an ein revolutionäres Konzept: Die Kombination von überlegener Geländegängigkeit mit vollwertiger Straßentauglichkeit und Sicherheit gab es so zuvor nicht.

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Produziert wird die „dienstälteste“ Mercedes Pkw-Baureihe seit vier Jahrzehnten mit viel Handarbeit und Herzblut im österreichischen Graz. Der hohe Qualitätsanspruch zahlt sich aus: 80 Prozent aller jemals produzierten G-Klassen sind aktuell immer noch weltweit auf den Straßen und im Gelände unterwegs. Dank ihres serienmäßigen Leiterrahmens, drei 100-Prozent-Differenzialsperren und der Geländeuntersetzung LOW RANGE kommt die G-Klasse nahezu überall durch.

Ihre Steigfähigkeit beträgt bei entsprechendem Untergrund bis zu 100 %. In Schräglagen von 35 Grad bleibt die G-Klasse fahrstabil und mit einer Wattiefe von 70 cm sind auch kleinere Wasserläufe ohne Schwierigkeiten durchfahrbar. Dass ein Geländewagen auch allerhöchste Ansprüche erfüllen kann, bewies 2017 der auf 99 Fahrzeuge limitierte Mercedes-Maybach G 650 Landaulet – mit V12Motor, Portalachsen, elektrischem Stoffverdeck und einer exklusiven Ausstattung im Fondabteil.

Heute bietet das Individualisierungsprogramm der G manufaktur die Möglichkeit, eine noch exklusivere G-Klasse zu gestalten, der Kunde macht aus einem G seinen G. Hiermit können ab September 2019 in der Produktion insgesamt über eine Million Kombinationsmöglichkeiten umgesetzt werden.

Dies gilt nicht nur für neu zu bestellende G-Klassen, sondern auch für bereits laufende Bestellungen, sogar bis wenige Wochen vor der Produktion. Theoretisch könnten in Graz mehrere Jahrzehnte lang Fahrzeuge produziert werden, ohne dass es zwei identische gäbe.
Kunden aus aller Welt haben ab diesem Jahr die Gelegenheit, die enormen Fähigkeiten der G-Klasse auszutesten, ihr Fahrerkönnen in extremem Gelände weiter auszubauen und das Qualitätsmerkmal „Schöckl proved“ zu erfahren.

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Auf dem ehemaligen Fliegerhorst Nittner in Feldkirchen, rund 15 Kilometer südlich von Graz, öffnet das G-Class Experience Center seine Pforten.

MOG – UNIMOG
Während die G-Klasse auch als Lifestyle-Fahrzeug eine gute Figur macht, ist der Mercedes-Benz Unimog ein echter „Schaffer“, wie man im Schwäbischen sagt. Er ist als Waldbrandlöschfahrzeug in Frankreich im Einsatz, erklimmt als Touristen Shuttle den Ätna auf Sizilien und unterstützt die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger als Seerettungsfahrzeug. Seine Geländegängigkeit und Zuverlässigkeit machen ihn in Verbindung mit mehr als 650 Unimog Service Stützpunkten in über 130 Ländern zu einem treuen Begleiter auf der ganzen Welt.

Bei der jährlichen Leserwahl der Fachzeitschrift „Off Road“ wurde der Unimog bereits 15 Mal in Folge in der Kategorie „Sonderfahrzeuge“ zum Geländewagen des Jahres gewählt.

Der erste Unimog U 25 kam mit gerade mal 25 PS aus: unter der Haube des 3,57 Meter langen Fahrzeugs arbeitete ein Vierzylinder-Motor mit 1,7 Litern Hubraum. 5.846 Einheiten wurden vom U 25 gebaut.

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1955 kam mit dem Unimog S die erste große Neuentwicklung. Er ist bis heute der Bestseller unter den Unimog-Modellen. Als Antrieb diente ein 2,2-Liter-Benziner mit sechs Zylindern und 80 PS. Dieser Motor wurde auch in der damaligen Luxus Limousine 220 S verbaut. Luxuriös war  allerdings auch sein Benzinverbrauch, weswegen die spätere Baureihe 416 aus dem Jahr 1965 ausschließlich mit Dieselmotoren produziert wurde.

In der Wirtschaftswunder-Zeit wurden die Unimog-Modelle zum Verkaufsschlager. Insgesamt 45.336 Einheiten des U 416 wurden in seiner 24-jährigen Produktionszeit verkauft – die zweitbestverkaufte Unimog-Baureihe nach dem Unimog S. Eingesetzt wurde er entsprechend vielfältig: als Hilfskonvoifahrzeug, auf der Schiene in Zweiwegeausführung oder auch als Krankentransportwagen.

Hinzu kamen Varianten als Sattelzugmaschine oder Umbauten zum Dreiachser und
Kettenfahrzeug. Neben dem Unimog Geräteträger, der als orangenes Kommunalfahrzeug ein
vertrauter Anblick ist, gibt es zwei hochgeländegängige Varianten des Unimog: den U 4023 mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 10,3 t und den U 5023 mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 14,3 t. Die beiden letzten Ziffern stehen jeweils für die Leistung von 231 PS (170 kW), die ein 5,1-Liter-Vierzylindermotor erbringt. Auf den ersten Blick wenig im Vergleich zur G-Klasse.

Bei Nutzfahrzeugen spielt allerdings das Drehmoment die entscheidende Rolle. Und hier liefert der Unimog beeindruckende 900 Nm, die über den gesamten Hauptfahrbereich von 1200/min bis 1600/min konstant zur Verfügung stehen.

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Dieses Kraftpaket, der zuschaltbare Allradantrieb, zuschaltbare Längs- und Quersperren sowie acht Vorwärts- und sechs Rückwärtsgänge mit Geländeuntersetzung machen den Unimog zum „Master off the road“. Er bewältigt Steigungen bis zu 45 Grad, also 100 %. Er kann sich bis zu 38 Grad schräg legen, das entspricht einer maximalen Schräglage von 76 %. Und er erreicht eine
Watfähigkeit von bis zu 1,20 m.

Unimog und G-Klasse

Möglich werden solche Extremfahrten unter anderem dank serienmäßiger Portalachsen, die zu einer stattlichen Bodenfreiheit von 41 cm führen. Schraubenfedern mit ihren großen Federwegen erlauben eine Achsverschränkung von bis zu 30 Grad. Entsprechend kann ein Unimog mit dem linken Vorderrad auf einem Felsbrocken stehen und mit dem rechten Vorderrad in einer Vertiefung – und trotzdem mit allen vier Rädern Bodenkontakt halten.

Ein weiteres Gelände Highlight ist die Reifendruck-Regelanlage „Tirecontrol plus“: Je nach Untergrund wird per Tastendruck der passende Luftdruck gewählt („Straße“, „Sand“ oder
„Schlechtweg“), der Unimog hat so immer den nötigen Grip. (Fotos: Daimler)

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