Range Rover Evoque 2019 Änderungen

Range Rover Evoque 2019 Änderungen: das Cabrio ist tot

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Auf den ersten Blick sind die Range Rover Evoque 2019 Änderungen nur schwer auszumachen. Logisch. Am Design eines Bestsellers sollte man auch im neuen Modelljahr nur behutsame Änderungen vornehmen. Was ist also neu am neuen Range Rover Evoque?

Das Wichtigste zuerst: das englische SUV baut auf einer neuen Plattform auf und der Radstand am neuen Evoque wurde um 21mm verlängert.

Bis zu 21 Zoll große Räder passen unter die Kotflügel des Range Rover Evoque 2019 und die neuen, versenkbaren Türgriffe sind schick und nützen obendrein dem Luftwiderstandsbeiwert.

Eine Weitwinkel-Kamera in der Antennen-Finne auf dem Dach ermöglicht ein um 50 Prozent vergrößertes Sichtfeld und kann von Kopfstützen oder hinten sitzenden Personen nicht eingeschränkt werden.

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Der Allradantrieb des neuen Range Rover Evoque 2019 ist so aufgebaut, dass der Wagen ohne besondere Anforderungen als Fronttriebler unterwegs ist, sich bei rutschigem Untergrund die Hinterachse zuschaltet.

So wird das auch bei der Version sein, die für den nächsten Herbst avisiert ist, nur mit dem Unterschied, dass ein Elektromotor dann die hinteren Räder antreibt. Als erstes Fahrzeug der Marke wird der Evoque dann als Plug-In-Hybrid angeboten.

So viel ist schon bekannt vom Teilzeit-Stromer: Ein 1,5 Liter großer Verbrennungsmotor und ein 109 PS (80 kW) starker Elektromotor wirken zusammen und sollen gemeinsam 200 PS auf die Straße bringen.

Eine Batterie mit der Kapazität von 11,3 Kilowatt-Stunden (kWh) dürfte um die 50 Kilometer elektrischer Reichweite bedeuten.

Schon vorher ist die Mild-Hybrid-Version des Evoque verfügbar, wo ein elf Kilowatt starker Starter-Generator dafür sorgt, dass der Wagen die beim Bremsen oder im Schiebebetrieb zurück gewonnene Energie zum Beschleunigen verwenden kann.

Rund sechs Prozent Spriteinsparung und acht Gramm Kohlendioxid weniger auf jedem Kilometer verspricht Range Rover. Die Steuergeräte regeln den Einsatz der Elektrik so, dass unterhalb einer Geschwindigkeit von 17 Kilometer pro Stunde der Verbrennungsmotor abgeschaltet wird und die fahr- und sicherheitsrelevanten Systeme dann vom 48-Volt-Bordnetz am Leben erhalten werden.

In London, dem Schauplatz der ersten Testfahrten in einem stillgelegten Güterbahnhof und -Umschlagsplatz, dürfte die Elektrik stark gefordert sein. Das Verkehrsaufkommen der britischen Hauptstadt ist zuletzt dermaßen gewachsen, dass Kraftfahrzeuge nur noch mit einer statistischen Durchschnittsgeschwindigkeit von elf Stundenkilometern unterwegs sind.

Die konventionellen Antriebe basieren auf Vierzylinder-Motoren und reichen von 150 PS (Diesel) bis 300 PS bei den Benzinern.

Der 240 PS starke Top-Diesel zum Beispiel wird ein Drehmoment-Riese mit 500 Newtonmetern Durchzugskraft sein. Aber auch ein Schwergewicht: In gehobener Ausstattung dürfte er auf zwei Tonnen kommen, so dass es nicht verwundert, dass bei der Evoque-Präsentation die Vokabel „Leichtbau“ nicht fiel.

In Deutschland haben sich in der Vergangenheit mehr als drei Viertel der Kunden für einen Selbstzünder entschieden, aber bei Land Rover Deutschland geht man davon aus, dass dieses Verhältnis sich verändern wird. Etwa ein Drittel der neuen Evoques, so die Prognose, werde mit einem Benzinmotor unterwegs sein.

So unauffällig die Veränderungen des Äußeren anmuten, so radikal fiel die Evolution im Innenraum aus. Eine große Zahl von Tasten, Knöpfen, Drehschaltern und Reglern – in der ersten Generation noch Ausweis von technischer Kompetenz und vielfältigen Steuerungssmöglichkeiten – ist entfallen.

Deren Funktionen werden von Touchflächen übernommen, die erst sichtbar sind, wenn die Zündung eingeschaltet ist und die Monitore hochfahren.

Vorher herrschte in der Cockpit-Architektur ein überraschender Minimalismus. Überraschendes auch auf der Mittelkonsole: Anstelle des ausfahrbaren Drehstellers für die Getriebe-Funktionen ist der konventionelle Schalthebel zurück gekehrt.

Der Evoque ist damit zwar ein bisschen gewöhnlicher, aus Sicht der Innen-Designer aber auch sportiver geworden. Die Schaltpaddel an der Lenksäule blieben ebenso erhalten wie das Neungang-Automatikgetriebe von ZF.

In Deutschland wird der neue Range Rover Evoque ab 37 350 Euro angeboten. Nur die wenigsten Exemplare werden für diesen Betrag zu den Kunden kommen, denn die sind erfahrungsgemäß sehr großzügig, wenn es um Sonderausstattungen geht.

Die bietet Range Rover in reicher Zahl, so dass nicht wenige Varianten das Doppelte dieses Preises kosten werden.

Viele schreckt das nicht, denn – auch das hat die Range-Rover-Marktforschung heraus gefunden – die Kunden sparen an anderer Stelle: mehr als zwei Drittel haben keine Kinder.

Andere „praktische Erwägungen“ führten zum Verlust eines Exoten: Das Evoque Cabrio, ebenso mutiges wie hinreißendes Derivat eines Allrad-Dreitürers, wird es nicht mehr geben.

Die dreitürige Karosserie des Evoque erreichte weltweit ohnehin nur einen Anteil von rund drei Prozent der gesamten Verkäufe, weshalb die davon abgeleitete Variante mit beweglichem Segeltuch-Dach ebenfalls eingestellt wird. Schade eigentlich. (we/ampnet/afb)(Fotos: Land Rover)

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