Rallye Dakar 2011: Volkswagen ist startklar für den Marathon


Doppelsieg 2009, Dreifachsieg 2010: der Race Touareg 2 ist das mit Abstand erfolgreichste Diesel-Automobil der „Dakar“-Geschichte. In die 33. Auflage des Wüstenklassikers schickt Volkswagen im Januar 2011 vier neu entwickelte Race Touareg 3. Foto: VW/Auto-Reporter.NET

Weihnachten, Silvester – und Neujahr startet schon die Rallye Dakar. Volkswagen stellt sich vom 01. bis 15. Januar 2011 mit vier Race Touareg dem legendären Marathon. Zuverlässigkeit, Standvermögen und Leistungsstärke sind auf den 15 Etappen über rund 9.000 Kilometer durch Argentinien und Chile das A und O. Der 310 PS starke Race Touareg wurde gezielt optimiert, um die mit Abstand größte Herausforderung im weltweiten Motorsport erfolgreich zu meistern – und auch die vier Fahrerpaarungen haben sich monatelang auf die zweiwöchige Hatz durch die Atacama-Wüste, die mächtigen Anden und die Pampa vorbereitet:…

Carlos Sainz/Lucas Cruz, Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk, Mark Miller/Ralph Pitchford und Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz wollen die begehrte Dakar-Trophäe zum dritten Mal in Folge nach Wolfsburg holen….
„Ein weiterentwickelter und noch stärkerer Race Touareg, vier bewährte Duos – unser Ziel bei der Rallye Dakar 2011 ist ganz klar, den Siegen von 2009 und 2010 einen weiteren folgen zu lassen“, sagt Volkswagen Motorsport-Direktor Kris Nissen. „Wir haben auf dem Weg zur ‚Dakar‘ nichts dem Zufall überlassen und uns bis ins Detail akribisch vorbereitet. Wir wissen aber auch, dass wir es mit starken Gegnern zu tun bekommen werden. Neben dem Team von X-raid-BMW und Robbie Gordons Hummer wird das vor allem einer sein: die Rallye Dakar selbst. Wir begegnen den Herausforderungen mit größtem Respekt.“

Doppelsieg 2009, Dreifachsieg 2010: der Race Touareg 2 ist das mit Abstand erfolgreichste Diesel-Automobil der „Dakar“-Geschichte. In die 33. Auflage des Wüstenklassikers schickt Volkswagen vier neu entwickelte Race Touareg 3. Revolutionäre Schale, evolutionärer Kern – die Genese zum „RT3“ folgte einem klaren Entwicklungsziel: so radikal wie nötig, so konservativ wie möglich zu sein. Das Ergebnis: eine komplett überarbeitete Aerodynamik mit einem fundamental optimierten Kühlkonzept sowie im Detail weiterentwickelte Antriebs- und Fahrwerkskomponenten, die auf der erfolgreichen Basis des Vorgängers aufbauen. Die neue Luftführung des „RT3“ erlaubt eine effektivere Abführung der Stauluft unter dem nur knapp 50 Kilogramm schweren Carbon-Kleid sowie den Einsatz größer dimensionierter Wasserkühler. Das Mehr an Kühlung macht sich genau dort dank des resultierenden Plus’ an Leistung positiv bemerkbar, wo im Gelände Kraft gefragt ist: auf besonders langsamen Wüstenabschnitten mit weichem Sand.

Auch der bewährte und für 2011 im Detail verbesserte 2,5-Liter-TDI-Motor leistet in seiner aktuellen Version mehr. 310 PS (228 kW) liefert das selbstzündende Triebwerk – dank eines neuen, effizienteren Ladeluftkühlsystems. Ein überarbeitetes Getriebe sorgt zudem für eine bessere Fahrbarkeit des Race Touareg 3 auf unterschiedlichsten Geländepartien. „Der Race Touareg ist seit Jahren ein extrem zuverlässiges und standhaftes Auto“, so Vorjahressieger Carlos Sainz, der 2011 mit seinem spanischen Landsmann Lucas Cruz als „Dakar“-Titelverteidiger im Race Touareg 3 mit der Startnummer 300 an den Start geht. „Ich weiß, dass ich mich auf ihn, aber auch auf die 72 Volkswagen Teammitglieder verlassen kann, die den ‚RT3‘ täglich warten. Das war 2010 der Schlüssel zu meinem ersten ‚Dakar‘-Sieg. Auch 2011 ist die Zuverlässigkeit unsere größte Stärke. Und ich selbst setze alles daran, dass ich meinen Titel erfolgreich verteidigen kann.“

„Bei Volkswagen starten die wohl besten Marathon-Rallye-Piloten der Welt“, sagt Nasser Al-Attiyah, der gemeinsam mit Copilot Timo Gottschalk im Januar 2010 hinter Carlos Sainz/Lucas Cruz den zweiten Platz belegte – mit dem knappsten Rückstand der „Dakar“-Geschichte. „Die eigenen Teamkollegen zu schlagen ist die erste Pflicht, wenn man die ‚Dakar‘ gewinnen will. Ich denke, Volkswagen hat den ausgeglichensten Fahrerkader aller Mannschaften. Nach der knappen Niederlage im Vorjahr wollen Timo und ich beweisen, dass wir Siegertypen sind.“ 2010 sicherten sich Sainz/Cruz und Al-Attiyah/Gottschalk in einem packenden Showdown die Plätze eins und zwei bei der Rallye Dakar, 2009 machten die weiteren zwei Volkswagen Duos für die „Dakar“ 2011 den Sieg unter sich aus: Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz sowie Mark Miller/Ralph Pitchford. De Villiers/von Zitzewitz sind mit 14 gemeinsamen Marathon-Rallyes das eingespielteste Duo in den Reihen von Volkswagen, für Miller/Pitchford schlagen neun gemeinsame Teilnahmen zu Buche.

Die Rallye Dakar bleibt auch bei der 33. Auflage ihren ehernen Prinzipien treu: „Erwarte das Unerwartete“ und „Die nächste ist immer die härteste Dakar“ lauten die Grundsätze des Wüstenklassikers. 2011 bewältigen die Teilnehmer nach schnellen Schotterabschnitten im Nordwesten Argentiniens auch die Durchquerung von Urwäldern. Nach der Überwindung der Anden über den 4.400 Meter hohen Paso de Jama folgt mit allein sechs Etappen in der Atacama-Wüste das Herzstück der 2011er-„Dakar“: Weicher Sand, Geröllabschnitte und Salzformationen bilden im Großen Norden Chiles täglich aufs Neue einen abwechslungsreichen Mix unterschiedlicher Geländetypen. Doch auch nach der zweiten Andenüberquerung entlang des Paso San Francisco mit 4.748 Meter über Normalnull ist das Gröbste noch lang nicht ausgestanden. Die berüchtigten weißen Dünen von Fiambalá bilden den Auftakt zu einer finalen Trilogie aus teils schnellen, verwundenen Passagen. „Die ‚Dakar‘ bietet eine Vielzahl an komplett unterschiedlichen Geländeverläufen, häufig allein an einem einzigen Rallyetag“, so Mark Miller, gemeinsam mit Beifahrer Ralph Pitchford 2009 „Dakar“-Zweiter und 2010 Gesamtdritter. „Von Dünenquerungen bis zu Schotterpisten, vom Trial-artigen Terrain bis zum Vollgasstück – hier sind echte Allrounder-Qualitäten gefragt. Das liegt mir eigentlich.“

„Mens sana in corpore sano“ – in einem gesunden Körper steckt auch ein gesunder Geist, sagt ein lateinisches Sprichwort. Für die Volkswagen „Dakar“-Piloten und -Copiloten gilt das in besonderer Weise. Zu ihrer Vorbereitung auf den Wüstenklassiker zählte neben einem individuellen Fitnessprogramm, das von einem gemeinsamen Training in der Höhe in den schweizerischen Alpen unterstützt wurde, auch ein Mechanik-Training. Am neuen Race Touareg 3 lernten die Besatzungen, sich im Falle eines Falles selbst zu helfen – ein Wissensgrundschatz für kleinere Reparaturen. „Die körperliche Fitness ist für uns Fahrer das A und O bei der Rallye Dakar“, so Giniel de Villiers, der mit seinem deutschen Navigator Dirk Von Zitzewitz 2009 den ersten „Dakar“-Sieg eines Diesel-Automobils sicherte. „Nur derjenige, der in bester körperlicher Verfassung ist, kann diese zwei harten Wochen auf höchstem fahrerischen Niveau durchstehen.“

Einen Marathon parallel zum Marathon absolvieren die Service-Fahrzeuge des Volkswagen Werksteams. Tagsüber bewältigen die 20 Fahrzeuge – vom Service- und Equipment-Truck bis hin zum Volkswagen Multivan PanAmericana eine Strecke von durchschnittlich über 500 Kilometern, abends erledigen die Ingenieure und Techniker die Wartung der vier Race Touareg 3. Zwei Lkw haben dabei eine ganz besondere Aufgabe: Die Race-Trucks starten wie die Race Touareg 3 in der Rallye-Wertung und absolvieren so die gleiche Route wie die „Dakar“-Prototypen. So können sie im Notfall eingreifen, sollte mal ein Race Touareg Hilfe benötigen. Auch dank ihres Einsatzes kann Volkswagen auf eine stolze Bilanz verweisen: Der letzte technisch bedingte Ausfall eines Race Touareg datiert aus dem Januar 2007. (Auto-Reporter.NET/pha)

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