Probefahrt Mitsubishi ASX mit Allrad

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Endlich haben die Japaner dem Mitsubishi ASX wieder seinen permanenten Allradantrieb „All Wheel Control“ (AWC) mit elektronisch gesteuerter Lamellenkupplung verpasst.

Was an kosmetischen Änderungen gegenüber der bisherigen ASX-Generation als erstes ins Auge fällt ist die neue Frontpartie, die Mitsubishi mit dem Begriff „Dynamic Shield“ versehen hat.

Mit dieser Designsprache wollen die Formgestalter dem Wagen kraftvoll-bullige Präsenz, Selbstbewusstsein und mehr als nur eine Spur von Geländewagenfähigkeiten verleihen. Hinzukommen neue Stoßfänger vorn und hinten, eine LED-Beleuchtung mit schmalen Scheinwerfern vorne sowie neue Farben.

Auch der Innenraum bekam – wenn auch gemäßigt – frische Akzente. Das Cockpit wird nun von einem Acht-Zoll-Touch-Screen für Navigation und Infotainment bestimmt, die Rundinstrumente für Drehzahl und Tempo sind einwandfrei ablesbar, sämtliche Bedienelemente liegen in Griffweite.

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Offensichtlich nicht verändert wurden die beiden Sitze für die Front-Passagiere, die auf robustem Untergrund, zum Beispiel im Gelände, etwas an Seitenhalt und ausreichender Oberschenkelauflage vermissen lassen. Vorne ist das Platzangebot ansonsten mehr als ausreichend, Sitzriesen dürften allerdings auf den hinteren Plätzen Probleme bekommen, was die Kopffreiheit angeht.

Die wichtigste Neuerung bei der Frischzellenkur trägt der ASX unter der Motorhaube. Dort verrichtet jetzt ein 2,0-Liter-Vierzylinder ohne Turbolader seine Arbeit. Dessen 150 Pferde (110 kW) haben zusammen mit dem stufenlosen CVT-Getriebe reichlich zu tun, wenn der Wagen vollbeladen mit mehr als zwei Tonnen Gewicht beschleunigen soll.

Überhaupt eignet sich das SUV eher für gemütlich-gemächliches Dahingleiten auf Landstraßen oder im Stadtverkehr als für grenzwertig-sportliche Aktion in engen Kurven. Wer sich damit nicht abfinden will, ist statt mit der Automatik besser mit dem Fünf-Gang-Getriebe bedient, da es bei höheren Drehzahlen mehr Agilität einsetzt.

Bei der Passage von Autobahnbaustellen ist wegen weit abstehender Ohren des Fahrzeugs übrigens Vorsicht geboten: Mit den Außenspiegeln im Normalzustand beträgt die Breite des Autos sieben Zentimeter mehr als zwei Meter, also zu viel für die meisten Spuren auf der linken Seite.

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Wer keine Lust auf Zahlungsaufforderungen durch die Obrigkeit hat, sollte sich rechts halten.
Die Mitsubishi-AWC verteilt die Kraft des Motors variabel zwischen Vorder- und Hinterachse, wobei die Fahrerin oder der Fahrer die Charakteristik auf drei Arten bestimmen kann. Im Modus „4WD Auto“ verteilt sich die Antriebskraft von 98 Prozent vorn und zwei Prozent hinten bis zur symmetrischen Verteilung von jeweils 50 Prozent auf beide Achsen je nach Beschaffenheit des Untergrunds.

„4WD Lock“ bringt mehr Kraft auf die Hinterachse für Fahrten bei Steigungen, im Anhängerbetrieb oder auf unbefestigtem Terrain. Der „2WD“-Modus beschränkt den Antrieb zugunsten eines niedrigeren Kraftstoffverbrauchs ausschließlich auf die Vorderräder.

Auf der aktuellen Preisliste wird der Mitsubishi ASX in den drei Ausstattungsvarianten Basic, Plus und Top angeboten, zusätzlich gibt es bis zum Ende dieses Jahres Plus und Top als „Intro“-Version mit einem Nachlass von 3000 Euro und dem Wegfall von ein paar Extras.

Allerdings gibt bereits die serienmäßige Ausstattung in allen Varianten wenig Anlass zum Meckern. Unter anderem sind Bi-LED-Scheinwerfer mit integriertem LED-Tagfahrlicht, Klimaautomatik sowie Licht- und Regensensor schon in der Basisversion Serie.

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Die Plus-Ausstattung hat 18-Zoll-Leichtmetallfelgen und LED-Nebelscheinwerfer. Insassen können ihr Smartphone mit dem Auto verbinden und Apps über den Acht-Zoll-Touchscreen bedienen. An Bord sind außerdem unter anderem ein Auffahrwarnsystem mit Fußgängererkennung und Notbremsassistent, eine Rückfahrkamera, ein Tempomat und ein Smart-Key-System.

Die Top-Ausstattung bietet unter anderem Ledersitze, ein Tomtom-Navigationssystem und ein Panorama-Glasdach. Zu den Fahrhilfen gehören ein Spurhalte-, ein Totwinkel- und ein Ausparkassistent.

Fazit: Auf dem Markt bekommt es der Mitsubishi ASX mit starker Konkurrenz wie etwa dem Ford Kuga, dem Skoda Karoq, dem Volkswagen Tiguan oder dem Toyota RAV4 zu tun, doch hat er mit Preisen zwischen 20 290 Euro (Basis) und 32 890 Euro (Top) recht gute Karten. (ampnet/hrr)(Fotos: Auto-Medienportal.Net/Mitsubishi)

Daten Mitsubishi ASX CVT Intro Edition

Länge x Breite x Höhe (m): 4,37 x 2,08 (o. Sp. 1,77) x 1,64
Radstand (m): 2,67
Motor: R4-Benziner, 1998 ccm, Direkteinspritzung
Leistung: 110 kW / 150 PS bei 6000 U/min
Max. Drehmoment: 195 Nm bei 4200 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 190 km/h
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 11,7 Sek.
NEFZ-Durchschnittsverbrauch: 6,5 Liter
Effizienzklasse: C
CO2-Emissionen: 149 g/km (Euro 6d-TEMP)
Leergewicht / Zuladung: 1461 / 584 kg
Kofferraumvolumen: 406–1206 Liter
Max. Anhängelast: 1300 kg
Wendekreis: 10,6 m
Bodenfreiheit: 190 mm
Bereifung: 215/70 R15
Basispreis:24 490 Euro

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