Skoda Kodiaq News

Skoda Kodiaq PrototypNoch steht das Skoda Kodiaq SUV nicht beim Händler, aber Kollege Peter Schwerdtmann hat schon einmal zusammengetragen, was wir von dem Skoda Kodiaq (mit „q“ nicht mit „k“ geschrieben), erwarten können. Der Kodiaq ist mit 4,70 Meter rund 20 Zentimeter länger als der Volkswagen Touran und zehn Zentimeter kürzer als das große Wolfsburger SUV Touareg. Zumindest beim Blick durch die Konzernbrille stimmt es also, wenn Skoda sagt, der Kodiaq sei der erste eines neuen Segments.

Skoda Kodiaq PrototypDas Konzept der goldenen Mitte ging schon bei Golf und Octavia ebenso wie bei Passat und Superb auf. Damit es auch bei den SUV funktioniert, wird Skoda die Mittelstürmerposition wieder per offensiver Preisgestaltung stärken. Mit Einsteiger-Benziner, Frontantrieb und Handschaltung soll der Kodiaq in der Basisausstattung um die 25 000 Euro kosten, was zu tief liegt, um in die Mitte zwischen Tiguan und Touareg zu passen.

Das SUV mit dem klangvollen Namen einer trostlosen Insel vor Alaska wird nicht die einzige Tat der Tschechen auf dem Gebiet der Crossover bleiben. Bis 2019 haben sie noch Zeit, sich in diesem wachsenden Markt aufzustellen, danach greift in der Unternehmensstrategie „2025“ der Elektroantrieb nach den Entwicklungsbudgets. Bis dahin werden wir noch zwei neue SUV oder Crossover erleben: im kommenden Jahr den neuen Skoda Yeti – und vielleicht ein Kodiaq Coupé?

Skoda Kodiaq PrototypDoch jetzt läuft erst einmal der ganz normale Auftritt eines neuen Modells ab: Die seriennahe Studie ist schon durch, ebenfalls erledigt sind die Erlkönigfotos und Computer-Randerings, auch die sagenhaften Vorstands-Abnahmefahrten mit ausgewählten Journalisten.

Jetzt fand in kleinem Kreis ein technischer Workshop in der Skoda-Zentrale in Mlada Boleslav statt. Wir konnten das Auto sehen, begutachten und berühren, aber leider nicht fotografieren. Am 1. September stellt er sich in Berlin der Presse vor, auf dem Pariser Salon der Weltöffentlichkeit und im Februar kommenden Jahres steht er in Deutschland beim Händler.

So viel lässt sich nach dem Besuch in der Heimat von Skoda sagen: Der Kodiaq ist das erste SUV oder Skoda Kodiaq PrototypCrossover, dass der neuen Designlinie folgt. Da sich die neue Linie über den – übrigens nur vier Zentimeter kürzeren – Octavia und den neuen Superb längst eingeprägt hat, gibt sich auch der Kodiaq auf den ersten Blick als Familienmitglied zu erkennen: klare Linien, saubere Formen mit gerade so viel Dynamik hineingezeichnet, dass er zeitgemäß wirkt, aber niemanden mit aufgesetztem Gehabe verschreckt. Typisch die Fenstergrafik, die zwar die leichte Keilform der Karosserie mit ansteigender Fensterunterkante unterstreicht, aber Fensterfläche für alle bietet.

Skoda Kodiaq PrototypZum Skoda-Konzept von der goldenen Mitte gehört ein so großes Angebot an Raum, dass der mit dem des größeren Nachbarn im Wettbewerb steht. Zu diesem Hang zu Größerem passt, dass es den Kodiaq auch als Siebensitzer geben kann und für die dritte Sitzreihe der Radstand nicht verlängert werden muss. Hinter der dritten Sitzbank bleibt dann immerhin noch so viel Kofferraum wie in einem Skoda-Kleinwagen (270 Liter). Hinter der zweiten Reihe stehen 720 Liter Laderaum zur Verfügung, der sich auf bis zu 2065 Liter vergrößern lässt. Als maximale Anhängelast gibt Skoda 2,5 Tonnen an.

Der Kofferraum lässt sich vielfach verändern: ein ebener Boden für die gesamte Fläche, eine Absenkung vorn oder hinten, Seitenfächer mit Klappen und Platz für ein Reserverad. In dem Kofferraum findet sich dann auch eins von den „Simply clever“-Details, auf die Skoda so stolz ist: eine mit Magnet befestigte Kofferraumleuchte, die auch außen gute Dienste leisten kann. Neu in diesem Reigen der „Door Protector“, eine Kunststofflippe, die beim Öffnen der Tür die Kante umschließt und so den eignen Wagen und den des Nachbarn schont.

Skoda Kodiaq PrototypWeitere nette Details: Die Sprachübertragung per Mikrofon von vorn nach hinten dürfte nicht nur Eltern interessieren, ein Schlafpaket mit seitlichen Kopfstützen und Fußbank, eine Automatik zum Öffnen und zum Schließen der Heckklappe, die berühmten Schirme à la Rolly Royce in den Vordertüren und der legendäre Eiskratzer im Verschluss der Tankklappe.

Beim Infotainment griffen die Entwickler für den Kodiaq ganz ober ins Regal. Ein Surround-Bild mit vier Kameras ist möglich. Die Kameras arbeiten alle mit einem Blickwinkel von 100 Grad. Der Park Assistent kann auch Gespanne automatisch einparken. Der adaptive Tempomat agiert auch mit City-Notbremsassistent und erkennt Fußgänger.

Ein Fernlichtassistent ist an Bord, und das Mobiltelefon kann in der Phonebox aufgeladen und mit der Antenne des Autos verbunden werden. Android Auto, Apple Car Play und Mirror Link sorgen für die Einbindung. Skoda Connect bietet Online-Services für Information und Navigation und der Car Connect Service Unterstützung.

Der Kodiaq wird zunächst mit zwei Varianten des Benziners 1.4 TSI, dem 2.0 TSI und zwei Varianten des 2.0 TDI angeboten. Das Leistungsspektrum reicht von 92 kW /125 PS bis 140 kW / 190 PS. Den schwächeren der beiden 1.4 TSI wird es nur mit Sechs-Gang-Handschaltung und Fronantrieb geben. Bei allen anderen Motorvarianten kann der Käufer zwischen dem Handschalter und einem Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe wählen, mit Ausnahme bei den Spitzenmotorisierungen mit Allradantrieb. Die werden nur mit der Automatik ausgeliefert. (Fotos: Skoda/ampnet)

Vorläufige Daten Skoda Kodiaq

Länge x Breite (in m): 4,70 x 1,88
Radstand (m): 2,79
Motor: 1.4 TSI-Benziner, 1398 ccm, Turbo, Direkteinspritzung
Leistung: 110 kW / 154 PS bei 3800 U/min
Max. Drehmoment: 250 Nm von 1500 – 3000 U/min
Höchstgeschwindigkeit: ca. 200 km/h
Böschungswinkel: vorn 20 Grad, hinten 23,7 Grad
Rampenwinkel 19,7 Grad
Bodenfreiheit 794 mm
Kofferraumvolumen: 5sitzer max. 720, 7sitzer 270 l, erweiterbar auf 2065 l
Max. Anhängelast: 2500 kg

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