Sechs Unimog U 5000 helfen bei Flutkatastrophe in Bosnien

unimog U5000Feuerwehren aus Niederösterreich helfen in Bosnien mit ihren Unimogs.

Wenn es richtig „hart auf hart“ kommt, geht es nur mit einem Unimog voran. Zum Beispiel wenn Hochwasser, Überschwemmungen und großflächige Zerstörungen zu bekämpfen sind und in solchen Gebieten – wie zuletzt in Bosnien schnelle Hilfe benötigt wird.

Hier sind die Unimog-Eigenschaften wie hohe Geländegängigkeit, Traktion, Verwindungs- und Steigfähigkeit sowie die Watfähigkeit bis 1,20 m Gold wert. Als entscheidende Vorteile erwiesen sich auch die große Bodenfreiheit und der kurze Rahmenüberhang mit einem Böschungswinkel bis 44 Grad. Sie ermöglichten den Unimog Einsatzfahrzeugen das Durchqueren schlammiger Geröllfelder sowie das Überfahren angeschwemmter Felsbrocken oder entwurzelter Baumstämme.

Als ebenso wichtig erwies sich die Ausrüstung der Fahrzeuge mit Großpumpen, Ladekränen und leistungsstarken Hydraulikanlagen zum Antrieb der schweren Geräte. In Verbindung mit Hiab-Ladekränen, Arbeitskörben, Motorsägen und Seilwinden konnten die Einsatzfahrzeuge vor Ort völlig autark agieren, die Funktionsfähigkeit der Infrastruktur stabilisieren und die Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und Trinkwasser versorgen.

Mit den Unimog gelang es sogar in nahezu aussichtslosen Situationen, reißende Flüsse bis 1,20 m Tiefe zu durchfahren, sperrige Hindernisse zu entfernen und bis zu 45 000 Liter Wasser pro Minute abzupumpen. Dies ermöglichte den Feuerwehrleuten, tief in die überfluteten Gebiete vorzudringen und dort umfangreiche Sicherungs- und Rettungsmaßnahmen durchzuführen. Zahllose Menschen konnten so in letzter Minute aus ihren Häusern gerettet werden. Zudem leisteten die Einsatzkommandos aus Niederösterreich mit ihren Unimog wertvolle Hilfe bei groß angelegten Evakuierungsaktionen wie der Räumung des Gefängnisses in Orasje, aber auch beim Umleiten von Sturzbächen, beim Freiräumen von Wasserwegen und beim Anlegen von Kanälen.

Feuerwehr Unimog U5000

Für die niederösterreichischen Feuerwehren war dies bereits der zweite Katastropheneinsatz dieses Jahres in den Balkanstaaten. Als im Februar 2014 schwere Schneestürme und Eisregen eine Spur der Verwüstung durch Slowenien zogen, eilten 150 freiwillige Feuerwehrleute aus Niederösterreich mit einem Konvoi aus 17 Unimog U 5000 in das benachbarte EU-Land. In Slowenien unterstützten sie die örtlichen Einsatzkräfte beim Beseitigen der Folgen der extremen Unwetter und Schneemassen in den Regionen Dravograd, Zreze, Kranj, Logatec, Postojna und Cerknica.

(Foto: Daimler AG)

 

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