Neuer Hyundai Santa Fe auf der New York International Auto Show 2012

Luxus SUV von Hyundai mit radargestütztem Abstandsregel-Tempomat. Neuer Hyundai Santa Fe auf New York Auto Show. foto: 4x4news/jk

Vollständig neu entwickelt präsentiert Hyundai im April auf der New York International Auto Show 2012 die dritte Generation des Santa Fe. Und der ist richtig gut gelungen. Richtig Sahne sieht der Neue aus. Ich oute mich mal. Das wäre Meiner!! Dabei fällt die Neuauflage des Sports Utility Vehicles mit einer Länge von 4,69 Meter nur unwesentlich größer als der Vorgänger aus, unterbietet ihn mit 1,68 Metern in der Höhe aber um acht Zentimeter und mit 1,88 Metern in der Breite um einen Zentimeter.

Weitere wichtige Eigenschaften des Mittelklasse-SUV-Modells sind ein verbessertes Komfortniveau, viele neue Ausstattungselemente wie beispielsweise ein radargestützter Abstandsregel-Tempomat und effiziente Antriebstechnik. Erstmals im Motoren-Programm ist ein Euro 6 tauglicher 2,0-Liter-Common-Rail-Diesel. Nach Deutschland kommt der neue Santa Fe voraussichtlich im September – wie der Vorgänger als Front- oder Allradler sowie wahlweise in zwei Diesel- oder einer Benzinmotor-Variante.

Augenfälligstes Merkmal des neuen Santa Fe ist die innovative Linienführung, die markentypische Details wie etwa den Hexagonal-Kühlergrill mit neuen Elementen harmonisch verbindet. Die flache Dachlinie, der niedrigere Aufbau und der Dachkantenspoiler oberhalb der Heckscheibe lässt das Hyundai SUV weitaus gestreckter als bislang wirken, die im hinteren Teil ansteigende Fensterlinie sorgt für ein Plus an Dynamik. Seitliche Charakterlinien verleihen ihm im Zusammenspiel mit auf Wunsch bis zu 19 Zoll großen Rädern ein hohes Maß an Athletik, während ein farblich hervorgehobener Unterfahrschutz vorne wie hinten auf die Fähigkeiten abseits befestigter Straßen hinweist.

Als nützliche Lösung entpuppt sich zudem die Größe der Türen: Sie reichen bis an die Seitenschweller und halten so beim Ein- und Aussteigen Schmutz von der Bekleidung der Insassen fern. Praktischen Mehrwert liefert aber auch dank des Radstands von 2,70 Metern der Innenraum: Er fiel nicht nur großzügiger aus als beim Vorgänger – der Fußraum in Sitzreihe zwei zum Beispiel wuchs um üppige 45 Millimeter –, sondern lässt sich auf einfache Weise zugunsten höherer Ladekapazität erweitern: Fasst der Kofferraum bereits im Grundvolumen 534 Liter, lässt sich die zweite Sitzreihe getrennt mit nur einem Handgriff sukzessive komplett umlegen.

Auch neue Technik kommt in der dritten Santa Fe-Generation zum Einsatz: Neben dem Abstandsregel-Tempomaten, der nicht nur die gewählte Geschwindigkeit automatisch hält, sondern mittels Radarkontrolle auch kontinuierlich den Abstand zum Vordermann überwacht, kommt das Smart Parking Assist System zum Einsatz. Es steuert den Wagen selbstständig in Parklücken, lediglich Gas und Bremse müssen vom Fahrer bedient werden. Während elektrisch verstellbare Sitze mit Memory-Funktion den Komfort weiter steigern sowie Regen- und Lichtsensor den Fahrer entlasten, tragen Xenon-Scheinwerfer und zahlreiche Assistenzsystem zu mehr Sicherheit bei. So verfügt der neue Santa Fe neben ABS und ESP unter anderem über das fahrdynamische Stabilitätsmanagement VSM und bietet die Berganfahrhilfe HAC sowie die Bergabfahrkontrolle DBC, die beim Befahren stark abschüssiger Passagen die Geschwindigkeit automatisch reduziert. Zudem werden für den neuen Santa Fe der Spurhalteassistenz LKAS und die erstmals im i30 eingesetzte variable Lenkung Flex Steer angeboten. Große Aufmerksamkeit widmeten die Entwicklungsingenieure zudem nicht nur der Crashsicherheit aller Insassen – Front- Seiten- und Vorhangairbags ergänzt erstmals im Sante Fe ein Knieairbag für den Fahrer –, sondern auch dem Fußgängerschutz: Premiere feiert in der Neuauflage des SUVs eine aktive Motorhaube, die sich im Fall einer Kollision mit einem Passanten blitzschnell anhebt und so die Folgen des Aufpralls abmindert.

So neu wie die Linienführung des Santa Fe ist, so gründlich überarbeitet zeigen sich die Motoren. In der dritten Generation werden auf dem europäischen Markt wahlweise zwei Dieseltriebwerke und ein Benziner, allesamt Vierzylinder-Direkteinspritzer, zum Einsatz kommen. Während der 2,4-Liter-Ottomotor mit der Zusatzbezeichnung GDi 142 kW (193 PS) leistet und ein Drehmoment von 245 Newtonmeter zur Verfügung stellt, bieten die beiden Selbstzünder ein Leistungsspektrum von 110 kW (150 PS) bis 147 kW (200 PS). Sowohl der 2,0-Liter-Diesel wie das größere 2,2-Liter-Triebwerk verfügen über die variable Turboladergeometrie VGT und bieten üppigen Durchzug: 382 Newtonmeter macht das maximale Drehmoment beim 1.995-ccm-Motor aus, kräftige 431 Nm sind es beim stärkeren CRDi-Diesel.

Je nach Motorisierung wird der Santa Fe mit Sechsgang-Schaltgetriebe oder wahlweise mit Sechsstufenautomatik angeboten. Diese neue Automatik ermöglicht mit zuschaltbaren Sport-Modus auch einen manuellen Gangwechsel.

Wie alle ihre Vorläufer wird auch die dritte Auflage als Fronttriebler oder als vierradgetriebene Variante produziert. Auch bei den 4WD-Modellen werden 100 Prozent der Antriebskraft auf die Vorderräder übertragen, registrieren Überwachungssensoren jedoch drohenden Schlupf, leitet das System bis zu 50 Prozent an die hinteren Räder um. Für langsame Fahrten auf glattem Untergrund kann das System auf Knopfdruck auch gesperrt werden, so dass Vorder- und Hinterräder gleichmäßig versorgt werden.

Preise sind noch nicht bekannt, dürften aber deutlich über den Vorgängern liegen. Immerhin wurden hier nicht nur Updates bzw. Facelifts wie bei so vielen Mitbewerbern verbaut, sondern grundlegend neue Techniken angewandt.

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