Caravaning? Abenteuer gibt’s nicht im Schaukelstuhl

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Ein potenter Allradler wie der neue Jeep Grand Cherokee erweist sich als idealer Zugwagen auch für einen großen Caravan. Foto: Jeep/Auto-Reporter.NET

Eine Caravan-Vorstellung im Winter? – Warum nicht? Zeitgemäße Wohnanhänger sind absolut wintertauglich. Daran erinnerte kürzlich ein imposantes Gespann, das am Rande der Fahrvorstellung des neuen Jeep Grand Cherokee die Blicke auf sich zog. Das neue Auto stellte sich gleich auch als potenter Zugwagen für einen Airstream-Caravan vor…

Wenn es ein Caravan schafft, rund acht Jahrzehnte lang mit seiner nicht enden wollenden Begehrlichkeit zu kokettieren, weckt das Neugier und lässt fragen: Was ist dran an diesem Objekt der Begierde? – Gern möchte man hinter dessen Einzigartigkeit kommen, die vom Hersteller stolz gepriesen wird. Wohnwagen mit dem Label Airstream haben eine außerordentlich erfolgreiche Ahnenreihe. Von Anfang an, die ersten Exemplare kamen 1932 in den USA auf den Markt, wurde beim Design auf Stromlinienform Wert gelegt. Auf der glänzenden Oberfläche des Aluminium-Gehäuses spiegele sich das jeweilige Umfeld und lasse den Caravan auf diese Weise „am Strand blau, in den Wäldern aber grün“ erscheinen, findet der Designer. Das ist natürlich nicht der Grund fürs konsequente Festhalten am Alu-Aufbau. Einen Wohnanhänger mit Aluminium einzukleiden, ist einfach schick und praktisch zugleich, lässt sich doch mit diesem Material auch im Innenraum so manches interessant gestalten.


Airstream mit Tandemachse – ein anspruchsvolles mobiles Einfamilienhaus. Foto: Roka/Auto-Reporter.NET

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Offizieller deutscher Airstream-Partner, der sich dem außergewöhnlichen Caravan-Konzept verschrieben hat, ist die Roka Werk GmbH in Mengerskirchen. Ein Airstream mit seinen unverkennbaren amerikanischen Design-Genen wirbt eigentlich ganz allein für sich: Glänzend sein äußeres Erscheinungsbild, nobel-gediegen die Inneneinrichtung. Beides formt einen ganz besonderen Charme, der etwa ans Innleben edel ausgestatteter Geschäftsflugzeuge erinnert, das viel Bequemlichkeit auf relativ engem Raum bietet. Beeindruckend die wohnliche lichtdurchflutete Atmosphäre, anspruchvoll die Möblierung samt den verwendeten wertvollen Hölzern, von besonderer Güte auch die installierten Geräte.

Schon ein kurzer Aufenthalt an Bord eines Airstream lässt die Überzeugung gewinnen, dass es selbst dem verwöhntesten Caravaner unterwegs an nichts fehlen dürfte. Ob Bordküche mit herunterklappbarer Arbeitsfläche oder Nasszelle mit Dusche und Vakuumtoilette – die rollende Wohnung ist in jeder Hinsicht komplett. Reisestimmung kommt bereits bei bloßem Probesitzen auf. Es könnte losgehen! Durchaus auch im Winter. Verständlicherweise ist der Stolz von Airstream der Typ 684, ein großer Caravan mit Tandemachse, über acht Meter lang, 2,28 Meter breit, 1,7 Tonnen schwer. Nicht weniger beeindruckend der Kostenpunkt: 69.800 Euro! Viel Geld. Vielleicht aber verdrängt in dem einen oder anderen Falle die aufkommende Begeisterung angesichts eines Airstream-Caravans sogar den Traum vom Häuschen im Grünen.


Schick, freundlich hell und wohnlich präsentiert sich ein Airstream-Caravan. Foto: Roka/Auto-Reporter.NET

Ein paar Nummern kleiner, ebenfalls aber ganz auf Aluminium abgestellt, ist der Typ 442. Mit 4,20 Meter Aufbaulänge und einem Leergewicht von lediglich 1.080 Kilogramm kann der kleinste Airstream namens „Bambi“, für zwei Reisende konzipiert, beispielsweise auch von einem Golf gezogen werden. Auch kompakter Luxus, den großzügige Panorama-Echtglasfenster unterstreichen, hat einen entsprechenden Preis. Wer sich in der glücklichen Lage sieht, 42.800 Euro durchaus auch unters Kopfkissen packen zu können, brauchte vom überzeugenden Wohnkomfort und der besonderen Ausstrahlung dieses „Bambi“-Caravans ganz in Aluminium nicht nur zu träumen …

Caravaner, diese verschworene Gemeinschaft mobiler Globetrotter, wissen allesamt um den Reiz ihrer Leidenschaft. Sie halten sich an die Worte von Wally Buyam, dem Erfinder und Erbauer des ersten Airstream-Caravans: „Abenteuer ist überall dort, wo du es suchst, an jedem Ort, außer zu Hause in deinem Schaukelstuhl.“ (Auto-Reporter.NET/Wolfram Riedel)

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