Land Rover Konzeptauto

land rover studie foto:4x4news.de/land rover
Für weniger Verbrauch und weniger Abgase
Land Rover zeigt in Genf “Land_e” – umweltfreundliche
Strategien für Allradfahrzeuge von morgen
Land Rover präsentiert auf dem diesjährigen Genfer Automobil Salon ein Paket an innovativen Technologien – zusammengefasst unter der Bezeichnung e-Terrain System – die den Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß senken, und zugleich die bereits beeindruckende Bandbreite an Fähigkeiten von Land Rover Fahrzeugen noch erweitern.
Die in der Land_e genannten e-Terrain Technologie Studie von Land Rover gebündelten Technologien bewirken eine Verbrauchssenkung um bis zu 30 Prozent gegenüber einem aktuellen Modell von ähnlicher Größe und Leistung. Die meisten dieser technologischen Neuheiten werden in den kommenden Jahren in die Serie übernommen.
“Die e-Terrain Technologien sind praktische, machbare und praxisnahe Lösungen,” betont Matthew Taylor, Managing Director Land Rover. “In jedem Fall bedeuten sie eine Bewahrung – und in den meisten Fällen sogar eine Vergrößerung – der typischen Bandbreite an Fähigkeiten, die ein Land Rover haben muss. Zugleich sind wir aber dem Ziel verpflichtet, den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Werte zu senken.”
Unter Bewahrung der typischen Vielseitigkeit und Geländegängigkeit seiner Fahrzeuge strebt Land Rover mit Hilfe der Land_e Technologien einen CO2-Ausstoß unter 150g/km und einen kombinierten Verbrauch von ca. 5,65 l/100km an – für ein Modell von der Größe des aktuellen Freelander. Die mit einer solchen Senkung um annähernd 30 Prozent erzielbaren CO2-Werte liegen in etwa auf dem Niveau heutiger Benzinermodelle im B-Segment und Dieselmodelle im C-Segment.
Land_e umfasst die folgenden Technologien:
* Integrated Electric Rear Axle Drive (Integrierter elektronischer Hinterachsantrieb)
* ISG Integrated Starter-Generator (Integrierter Anlasser-Generator)
* Innovative Propshaft mit Seamless Re-connect (Innovative Kardanwelle mit reibungsfreier Abkoppelung/Koppelung)
* Terrain Response e-Mode
Der Integrated Electric Rear Axle Drive: (integrierter elektronische Hinterachsantrieb) in Verbindung mit dem (weiter unten beschriebenen) ISG Integrated Starter-Generator System – senkt er den Abgasausstoß im Stadtverkehr und verbessert gleichzeitig die Geländegängigkeit. Der von Land Rover entwickelte Elektroantrieb unterscheidet sich grundlegend von der Hybrid-Technologie anderer Wettbewerber. Deren Elektroantrieb wirkt lediglich auf die Hinterachse und schränkt somit die Geländegängigkeit erheblich ein. Demgegenüber verbessert der Integrated Electric Rear Axle Drive die Geländeeigenschaften, indem er den mechanischen Antrieb nicht ersetzt sondern unterstützt. Im Gelände stellt der Integrated Electric Rear Axle Drive bei Bedarf zusätzliches Drehmoment zur Verfügung. Und da der Elektroantrieb bereits beim Anfahren aus dem Stand das maximale Drehmoment bereitstellt, entfaltet er seine volle Wirkung praktisch ab 0 km/h. Daraus ergibt sich eine bessere Fahrzeugkontrolle bei langsamer Fahrt verbunden mit einem besseren Abzug in kritischen Situation – wie auf rutschigem Untergrund oder beim Ziehen eines Anhängers.
Auch auf Asphalt hat das vom Integrated Electric Rear Axle Drive bei niedrigen Drehzahlen zusätzlich bereitgestellte Drehmoment viele Vorteile. So reicht etwa in der Stadt der Elektroantrieb aus, um im Verkehr mit zu schwimmen und dabei sogar bis auf 32 km/h zu beschleunigen, was den Verbrauch und den Abgasausstoß gleichermaßen senkt. Bei Bedarf startet das ISG System den Verbrennungsmotor, und das Fahrzeug wird gleichzeitig vom Elektroantrieb und vom Verbrennungsmotor angetrieben. Der kombinierte Effekt des bedarfsorientierten Startens des Verbrennungsmotors plus die permanente Unterstützung durch den Elektroantrieb bewirkt eine deutliche Senkung des Kraftstoffverbrauchs.
Wenn schnelleres Beschleunigen gefragt ist, kann der Verbrennungsmotor auch sofort gestartet werden, so dass beim Anfahren aus dem Stand sowohl der Verbrennungsmotor als auch der Integrated Electric Rear Axle Drive Antrieb bereitstehen. In diesem Fall verbessert das vom Integrated Electric Rear Axle Drive zusätzlich zur Verfügung gestellte Drehmoment die Beschleunigung ohne negative Auswirkungen auf Kraftstoffverbrauch oder CO2-Ausstoß. Das vom Integrated Electric Rear Axle Drive bei niedrigen Drehzahlen zusätzlich bereitgestellte Drehmoment verbessert nicht nur die Geländegängigkeit, sondern steigert auch die Energieeffizienz durch Nutzung der in einer zusätzlichen Hochspannungsbatterie gespeicherten Energie. Dieser komplett von der normalen 12-Volt Fahrzeugbatterie getrennte Lithium-Ionen-Hochleistungsakku wird vom Nutzbremssystem gespeist. Das mit einer Energierückgewinnungseinrichtung ausgestattete Bremssystem führt dem Hochleistungsakku die ansonsten verlorene Bremsenergie zu. Beim Betätigen des Bremspedals leiten die Antriebs- und Gelenkwellen Energie von den Rädern zum Integrated Electric Rear Axle Drive, der das Fahrzeug abbremst und die Bremsenergie zum Akku leitet. Für stärkeres Bremsen und Vollbremsungen ist das normale Bremssystem zusammen mit dem Nutzbremssystem in vollem Umfang verfügbar.
Eines der einfachsten und zugleich effektivsten CO2-senkenden Systeme von Land_e ist der ISG Integrated Starter-Generator. Der anstelle des herkömmlichen Generators verbaute ISG wird vom Nebenaggregatantriebsriemen angetrieben. Es handelt sich dabei um ein vom Motormanagement gesteuertes ‘Mikrohybridsystem’, das den Motor bei jedem Fahrzeugstillstand, z.B. an Ampeln, automatisch ausschaltet und bei Bedarf schnell und ruckfrei wieder startet. Das Vermeiden des unnötigen Leerlaufens des Motors im Stand spart Kraftstoff und verringert den Abgasausstoß. Mit Hilfe der Stop-Start-Funktion des ISG und der Nutzbremsfunktion des Integrated Electric Rear Axle Drive lässt sich der CO2-Ausstoß um bis zu 20 Prozent senken.
Seamless re-connect (Innovative Kardanwelle mit reibungsfreier Abkoppelung/Koppelung) ist ein System, das durch Verringern mechanischer Reibungsverluste den Verbrauch erheblich senkt. Sobald die Bedingungen es etwa auf trockenem Untergrund erlauben, wird die Hinterachse automatisch vom Antrieb abgekoppelt. Anders als bei Hybridsystemen und zuschaltbaren Allradsystemen ist allerdings hier der Allradantrieb bei Bedarf jederzeit im vollen Umfang verfügbar. Durch den Stillstand von Kardanwelle und Hinterradantriebskomponenten werden unnötige Rotationsreibungsverluste vermieden. Sobald der Antrieb der Hinterräder wieder benötigt wird – etwa wenn das System eine Rutschgefahr erkennt – leitet das System automatisch und praktisch verzögerungsfrei Antrieb zu den Hinterrädern. Das System stellt nicht nur den vollen Allradantrieb wesentlich schneller wieder bereit als die Wettbewerber, es bewirkt zusätzlich auch eine Verbesserung der Geländegängigkeit. Die verzögerungsfreie Zuschaltung der Hinterachse hat zudem Vorteile für die Sicherheit, da die dynamische Balance des Fahrzeugs nicht in dem Maße beeinträchtigt wird wie bei einer langsameren und weniger progressiven Zuschaltung. Durch die exakte Synchronisierung der Vorder- und Hinterradgeschwindigkeit verbunden mit der zusätzlichen Kontrolle durch den Integrated Electric Rear Axle Drive wird Radschlupf praktisch komplett unterbunden. Damit werden Oberflächenschäden auf weichen Untergründen, wie Gras, vermieden. ISG Integrated Starter-Generator, Integrated Electric Rear Axle Drive und Seamless Re-connect sind mit sämtlichen Land Rover Motor-Getriebe-Varianten kompatibel, und lassen sich für jedes Modell und jeden Markt adaptieren.
Land_e verfügt über sechs Terrain Response Modi: Der erstmals vorgestellte e-Mode ist hauptsächlich für den normalen Straßenverkehr gedacht und richtet sämtliche e-terrain Systeme auf maximale Kraftstoffersparnis aus. Weiche Gasannahme und frühzeitiges Schalten kennzeichnen diesen Modus, in dem selbstverständlich der unmittelbare Zugriff auf die Allradtauglichkeit des Land Rovers jederzeit gewährleistet ist.
Die anderen fünf Modi sind von einigen Land Rover Modellen bereits bekannt – Normale Fahrt; Sand; Schlamm und Bodenwellen; Gras, Schotter und Schnee; und Felsen. Land_e nutzt in allen Modi eine Kombination von Verbrennungsmotor und Integrated Electric Rear Axle Drive. In allen Offroad-Modi wird der Verbrennungsmotor auch im Stand nicht ausgeschaltet.
Im ‘Sand’-Modus liefert der Verbrennungsmotor den Primärantrieb. Der Integrated Electric Rear Axle Drive überwacht das Antriebsmoment, um bei Erkennen einer Schlupfneigung oder eines Versinkens in weichem Untergrund das Durchdrehen der Räder zu unterbinden bzw. zusätzliches Antriebsmoment bereitzustellen.
Im ‘Schlamm und Bodenwellen’-Modus liefert ebenfalls der Verbrennungsmotor den Primärantrieb. Der Integrated Electric Rear Axle Drive stellt beim Durchfahren von schwerem Morast oder tiefen Bodenwellen zusätzliches Antriebsmoment bereit.
Im ‘Gras, Schotter und Schnee’-Modus ist Fahrzeugkontrolle wichtiger als Leistung. Daher wird erst nach dem Losfahren auf die Leistung des Verbrennungsmotors zurückgegriffen. Schlupffreies Anfahren selbst auf extrem rutschigen Untergründen garantiert der Integrated Electric Rear Axle Drive – durch laufende Überwachung des Antriebsmomentes und unverzügliches Eingreifen bei Erkennen einer Schlupfneigung. In diesem Modus kann der Integrated Electric Rear Axle Drive wesentlich schneller als das Motormanagement auf eine Schlupfneigung reagieren und diese innerhalb einer Achtel Radumdrehung unterbinden – ein kritischer Wert, der klein genug ist, um wieder Grip zu gewinnen und selbst auf nassem Gras keine Anfahrschäden zu verursachen. Kein anderes System ist hierzu in der Lage.
Im ‘Felsen’-Modus liegt die gefahrene Geschwindigkeit normalerweise unter 8 km/h. Der Integrated Electric Rear Axle Drive dient daher als primäre Antriebsquelle. Bei Bedarf wird zusätzliche Leistung vom Verbrennungsmotor bereitgestellt. In allen Fällen besteht der große Vorzug des Integrated Electric Rear Axle Drive darin, dass ein Elektromotor durch Bereitstellen von maximalem Antriebsmoment bei niedrigsten Drehzahlen die ideale Verbindung von Leistung und Kontrolle liefert.
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